Die Woche begann für das Jugendorchester & Friends herausfordernd. Den Sprung ins kalte Wasser wagen oder lieber doch nicht. Hafen oder Aquarium? Und nicht nur die Entscheidungen waren herausfordernd, sondern auch der Platz in der Registerprobe in Silvertown.
Ein Sprung in die kalten Wellen
300 Jugendliche stehen vor dem Hotel und wollen an den Strand. Das erste Hindernis - eine Straße mit Ampel. Nach und nach schiebt sich die Masse an den Strand. Erstmal Schuhe ausziehen und Hose hochkrempeln, um den Sand und die auslaufenden Wellen mit den Füßen zu genießen. Nach einem Spaziergang von etwa einer halben Stunde, bei dem sich die komplette Gruppe entzerrt hat, lassen sich die Jugendlichen auf Handtüchern nieder. Ein Teil zieht seine Kleidung aus und rennt ins Meer - rein in die kalten Wellen. Diese sind höher als man es von deutschen Stränden kennt. Nach der ersten Überwindung spüren die meisten die Kälte nicht mehr und der Spaß und das Adrenalin überwiegen. Andere bleiben am Strand, spielen Volleyball oder versuchen mit verschiedenen Körperteilen einen Fußball hochzuhalten.
So viele Spieler wie noch nie auf der Bühne in Silvertown
Das anschließende Essen an der Strandpromenade dauert etwas länger, sodass die Probe der Streicher später beginnen muss. Doch Orchesterleiter Burkhard A. Schmitt und die Busfahrer sind flexibel. Nach einer separaten Probe der Streicher sind alle Bläser und Percussion dran. Burkhard ist begeistert, wie das Orchester es schafft, auf der Bühne Platz zu nehmen: „So viele Spieler hat die Bühne in Silvertown wohl noch nie gesehen. Klasse, wie ihr das macht." Mit Lob und liebender Strenge verbessert sich das Orchester von Minute zu Minute. Im Anschluss probt Dirigent Burkhard noch mit dem Young People Choir aus Kapstadt, während das Orchester den Abend im Pool, Gym, beim Kartenspielen oder tanzend ausklingen lässt.
Haie, Robben, Boote und Shoppen
Am nächsten Tag geht es zur Waterfront - dem Hafengelände inklusive Markthallen und Shoppingmall in Kapstadt. Die Orchesterspieler müssen sich entscheiden, ob sie lieber eine Bootsfahrt machen oder das Two Oceans Aquarium besuchen. Wer sich für die Bootsfahrt entschieden hat, sieht einige Robben auf Holzbänken im Wasser, bevor es aufs Schiff geht. Dort gibt es für jeden Kopfhörer, über welche die Teilnehmer Infos zu Gebäuden und Schiffen in Hafennähe bekommen. Darunter zwei Türme, die kontrollieren, welche Schiffe in den Hafen einfahren dürfen und welche nicht. Daher bildet sich vor dem Hafen immer wieder eine Schlange an Schiffen, die die Jugendlichen vom Hotel aus gut sehen können. Die Schifffahrer lernen bei ihrem Ausflug ein Forschungsschiff kennen, welches in der Antarktis Forschungen betreibt und als Eisbrecher unterwegs ist.
Wer sich für das Aquarium entschieden hat, kann viele verschiedene Arten von Fischen bestaunen. Aber es gibt auch Pinguine und Schildkröten. Auf die Haie, die am Ende des Rundgangs durchs Wasser gleiten, freuen sich die meisten Teilnehmer am meisten. Im Anschluss an eine der beiden Aktivitäten suchen die Orchesterspieler das beste Essen und die schönsten Souvenirs in den Markthallen und der Mall.
Der Boden bebt
Von der Waterfront geht es in die neuapostolische Kirche Retreat East, wo das Orchester im Gesamten probt. Dirigent Burkhard ist zufrieden: „Toll, wie ihr immer besser zusammenfindet." Nach etwa 150 Minuten Probe geht es weiter in die Grand West Arena – der Ort des Auftritts. Die Orchesterspieler staunen, als sie die riesige Halle betreten, in der am Mittwochabend etwa 5000 Zuhörer Chor und Orchester lauschen werden. Bevor die gemeinsame Probe beginnt, singt der Chor ein afrikanisches Lied. Zu der Musik führen die Sänger vorgegebene Bewegungen aus, z.B. zeigen sie mit ausgestrecktem Arm nach oben oder machen einen Schritt vorwärts und zurück und lassen dabei den gebeugten Arm mitschwingen. Durch die gemeinsamen Schritte bebt der Boden der Bühne. Der Rest der Probe dient dazu, dass Chor und Orchester zusammenfinden und dass Licht und Ton richtig eingestellt werden können. Nach diesem anstrengenden Tag fallen die Musiker früher als sonst ins Bett, um für den anstehenden Konzerttag fit zu sein.
Text: Vera Latotzki-Doll
Bilder: Jessica Krämer
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